Pädagogisches Konzept

1. Unsere Idee:

Die Überlegungen für unser Projekt beruhen auf den Ideen von „Schule im Aufbruch“ https://www.schule-im-aufbruch.at/.

Die erste Schule, die dies umgesetzt hat, war die „Evangelische Schule Berlin Zentrum“ https://www.ev-schule-zentrum.de/aktuell/, die wir im Oktober 2018 besucht haben. 

2. Grundlagen:

Wir haben uns intensiv mit dem Schulunterrichtsgesetz, Schulorganisationsgesetz sowie den Lehrplänen auseinandergesetzt. Bei uns werden die Inhalte der Lehrpläne der Neuen Mittelschule sowie der Allgemeinbildenden höheren Schule umgesetzt. Aus diesem Grund möchten wir eine öffentliche Schule und keine Privatschule werden. Unsere SchülerInnen erhalten neben Zertifikaten auch reguläre Schulzeugnisse.

3. Für Wen?

Wir sind eine weiterführende Schule für die Schulstufen 1-8. Die SchülerInnen haben die Möglichkeit bei uns mit Matura abzuschließen.

Wir nehmen jede/n SchülerIn unabhängig von einer Empfehlung auf.

4. Die 4 Grundsätze unserer Schule sowie unsere Ziele:

a) Lerne, Wissen zu erwerben.

b) Lerne, zusammen zu leben.

c) Lerne, zu handeln.

d) Lerne, zu sein. 

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, dass die SchülerInnen sich selbstständig Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten in einer vertrauensvollen Lernumgebung aneignen. Sie lernen somit im eigenen Tempo, zeigen Initiative, um das Vorgenommene auch zu erarbeiten, trauen sich um Hilfe zu bitten sowie nachzufragen und entdecken ihre eigenen Stärken. Wir orientieren uns an den zukünftigen Berufen, in welchen Probleme durch kreatives Denken und flexibles Agieren gelöst werden. Zusammenarbeit und Kompromissbereitschaft werden auch in Zukunft immer wichtiger und wir wollen die SchülerInnen dazu ermutigen Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. 

5. Gegenüberstellung:

Derzeitige SituationWas wir erreichen wollen
„Schubladendenken“Vernetztes Denken (fächerübergreifend)
Hierarchische BeziehungenGleichwürdige Beziehungen und gegenseitiger Respekt
Wissen wiedergebenWissen auch anwenden können
AngstkulturVertrauen und Mut
Einzelkämpfer in KonkurrenzZusammenarbeit
Fehler führen zu NotenverschlechterungAus Fehlern lernen

Uns ist dabei sehr wichtig, die Ziele der Agenda 2030 zu verfolgen und umzusetzen.

6. Stundenplan:

Unsere Schule ist Montag bis Freitag von 7:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Die verpflichtende Lernzeit (Anwesenheit der SchülerInnen) ist von 8:00 bis 16:00 Uhr festgelegt.

Lernbüro:

In den Lernbüros werden die Materialien (Lernbausteine) so vorbereitet, dass die SchülerInnen selbstorganisiert in Gruppen oder in Einzelarbeit die Lerninhalte selbstständig erarbeiten können. In jedem Lernbüro ist ein/e FachleherIn anwesend, der/die den SchülerInnen zur Seite steht.

Jede/r SchülerIn muss eine bestimmte Anzahl an Lernbausteinen pro Halbjahr/Jahr absolvieren. Jeder Lernbaustein wird mit einem entsprechenden Zertifikat abgeschlossen. 

Projekte:

Das erarbeitete Grundlagenwissen, welches sich die SchülerInnen in den Lernbüros aneignen, wird in entsprechenden Projekten fächerübergreifend umgesetzt.

Neues Projekt „Verantwortung und Herausforderung“:

In diesem Projekt sollen sich die SchülerInnen im Gemeinwesen engagieren. Die Unterstufe behandelt das Projekt Verantwortung und die Oberstufe das Projekt Herausforderung. Sie sollen Verantwortung für sich selbst und andere übernehmen sowie sich neuen Herausforderungen stellen. 

Studierzeit, MentorInnengespräche, Wochenabschluss, Vollversammlung:

Da es bei uns keine regulären Klassen gibt und wir unterstufen- sowie oberstufenübergreifend arbeiten, findet jeden Freitag das MentorInnengespräch statt. Jedem/r MentorIn (LehrerIn) sind maximal 15 SchülerInnen zugeteilt. In diesem Gespräch steht der/die SchülerIn im Mittelpunkt. Die Woche wird gemeinsam reflektiert und neue Ziele für die kommende Woche werden festgelegt.  SchülerInnen, die sich nicht in einem MentorInnengespräch befinden, haben in der Studierzeit die Möglichkeit, noch Liegengebliebenes zu erledigen.

Beim Wochenabschluss bzw. der Vollversammlung werden Projekte und Präsentationen vorgestellt sowie Kritik geübt. Die Vollversammlung ist öffentlich zugänglich, bei der jeder eingeladen ist dieser beizuwohnen.

7. Beurteilung: 

 Die Beurteilung setzt sich zusammen aus: Morphbuch, Zertifikaten, Zeugnis und Matura.

Morphbuch: Im Morphbuch dokumentiert jede/r SchülerIn, was er/sie in der vergangenen Woche gemacht hat. Dies beinhaltet die Lernbüros, an denen sie teilgenommen haben,  ihre Projekte und das Wochenfeedback der MentorInnen. Jedes Lernbüro ist mindestens einmal pro Woche zu besuchen. Durch das Führen des Morphbuches lernen die SchülerInnen  sich selbst zu beurteilen sowie sich selbst zu organisieren. 

Im Morphbuch ist ebenfalls Platz für die Kommunikation zwischen Eltern und MentorInnen . Außerdem werden Vereinbarungen sowie Zielsetzungen für kommende Wochen festgehalten.